Immanuel Kant (Darstellung von ...) Kants naturtheoretische Begriffe (1747-1780) - Eine Datenbank zu ihren expliziten und impliziten Vernetzungen
 

[Gärung] Gährung (gähren, Fermentation)

Begriff:
[Gärung] Gährung (gähren, Fermentation)
Zitate:
Berl. Physik (1775) XXIX1.1/087:39-088:11:
Die Gährung entspringt in der Wärme | 1. im vegetabilischen 2. im animalischen Reiche. Die erstere ist eine geistige, die andere aber eine faule Gährung. Sie verbreitet sich in alle Theile und löset sie innigst auf. Die öhlichte Theile subtilisiren sich und werden brennlich. Bey der Flamme werden die Theile des Körpers in der Luft dissipirt; bey der Gährung aber aufgelößt. - Wenn bey den Gewächsen die geistige Gährung aufhört, so fängt die saure an, und endlich kommt die faule. Die Thiere aber gerathen gleich in eine faule Gährung, welches eine vollkommene Auflösung ist, dadurch die Theile in ihre erste Elemente zurückgehn.

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Glossar:
Im 18. Jahrhundert wurde die Gärung selbstverständlich nicht als biochemischer Prozeß angesehen. Kant folgt hier im Wesentlichen der Stahlschen Tradition (vgl. Gehler [PhW] II 342 f. oder Macquer [1778/d] II 591 ff.), auch hinsichtlich der Einteilung der Gärung in "faule", "geistige" und "saure" - vgl. Adickes [1925] 325 ff. Vgl. zu den Auffassungen über Gärung bis zur Zeit Lavoisiers Kopp [1843ff.] IV 285 ff.
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